AG Geschichte der Philosophie und Philosophiedidaktik

Profil

Die zentrale Ausgangsfrage der AG „Geschichte der Philosophie und Philosophiedidaktik“ lautet: Welche Bedeutung hat die Geschichte der Philosophie für die Philosophiedidaktik und die unterrichtliche Praxis? Auf den ersten Blick ergibt sich ein eher widersprüchliches Bild: Einerseits spielen in Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien die sogenannten „Klassiker“ von Platon bis Nietzsche eine durchaus prominente Rolle. Andererseits scheinen breit akzeptierte didaktische Prinzipien wie Problem-, Kompetenz- und Lebensweltorientierung diese prominente Rolle kaum zu rechtfertigen.

In welchem Maße – so lässt sich fragen – benötigen wir die Philosophiegeschichte, um zu philosophieren und diese Tätigkeit zu lehren? Damit ist nicht zuletzt die metaphilosophische Frage berührt, um welche Tätigkeit es sich beim Philosophieren überhaupt handelt und aus welchem Philosophieverständnis wir Ziele für den Unterricht ableiten. In der AG wollen wir uns solchen grundsätzlichen Fragen über Legitimation und Bedeutung, Potenziale und Grenzen der Philosophiegeschichte für die -didaktik widmen. Da im Mittelpunkt der Arbeit eher diese systematischen Grundsatzfragen stehen, ist für die Mitarbeit in der AG ein historisch orientiertes Forschungsinteresse keine Voraussetzung.

Workshop der AG

Am 12. und 13.01.2024 wird an der JGU Mainz ein Workshop der Arbeitsgruppe Geschichte der Philosophie und Philosophiedidaktik zur philosophischen Bedeutung und Natur der Philosophiegeschichte stattfinden.

Im ersten Workshop der AG werden Grundsatzfragen diskutiert, die das Verhältnis von Philosophiegeschichte und Philosophie betreffen. Ein Reader mit Texten wird allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.

Das genaue Programm finden Sie hier.

Interessierte wenden sich bitte bis 15.12. an dbalg@uni-mainz.de oder
manuel.lorenz@uni-koeln.de

AG-Leitung

  • Jun.-Prof. Dr. Manuel Lorenz
  • Jun.-Prof. Dr. Dominik Balg